Zugrestaurants und afrikanischer Humor
Nun, nach kurzem Entscheidungsprozess habe ich beschlossen, nqch Libreville zurückzukehren und von dort weiter nqch Tchibanga zu reisen. In Moanda war daher die Frage zu klären: Zug oder Flugzeug. Die Flugvariante ist relativ schnell aus dem Rennen geschieden, da 2 der Fluglinien derzeit nicht fliegen, die andere erst wieder montags. Daher wieder Transgabonais. Zugegeben, das zipft mich etwas an, noch dazu eine Nachtfahrt. Gut, also Abfahrt um 20h abends, rein in den Zug, Abfahrt. Diesmal meide ich das Zugrestaurant für längere Aufenthalte, zuviel Betrunkene, die zwar keineswegs ungenehm sind, nur will ich weder auf 5 Liter spanischen Weinfusel eingeladen werden, noch Gespräche bei 2°/°° führen.
Ich bleibe daher auf meinem Sitzplatz im Wagon, und hier gilt es eine Anekdote zu erzählen, die vielleicht hiesige Art des Humors annähernd erklärt:
auf meinem reservierten Sitzplatz sitze ich einem jungen Mädchen gegenüber, hinter ihr ein etwas älterer Gabuner mit Freund. Nach einiger Zeit beginnt er mit der jungen Frau zu flirten und macht mir gleichzeitig versteckte Zeichen, ob ich nicht weiter machen wolle. Ich verneine mit einer Geste. Einen Augenblick später kommt ein Beamter der Eisenbahnpolizei vorbei, er hält ihn auf und fragt ihn mehr scherzhaft, ob er nicht eine sich anbahnende tätliche Auseinandersetzung schlichten wolle, worauf der Polizist - wohl etwas überfordert -antwortet, Gabun sei ein freies Land mit freien Menschen und freien Reisenden und zieht von dannen. Mehr war nicht zu sagen, der Mann und sein Freund fangen an schallend zu lachen und rufen ins Abteil, die Polizei habe ihren Dienst quittiert. Irgendwann später gehen die beiden ins Zugrestaurant, in der Zwischenzeit findet eine Platzrochade statt, sodass ich schlussendlich auf dem Platz des Mannes lande.
Als die beiden zurückkehren, sieht er mich auf seinem Platz: "Nicht nur dass Du mir meine Frau weggenommen hast, nein, jetzt auch noch meine Sitzplatz!" "Ja, mein Freund, so beginnt das immer mit mir, erst Deine Frau, dann Dein Platz, morgen das Auto und übermorgen Dein Haus..." Sein Freund grunzt vor Lachen, womit die Runde an mich geht, das erste Mal, dass ich das letztes Wort habe.
Hier afrikanischer Humor Teil 2:
Also auf diesem Foto unten wird weder vor einem bissigen, noch vor einem scharfen Hund oder ähnlichem gewarnt.

Also hier steht in Kreide auf die Hauseinfahrt geschrieben:
"Seeehr böser Hund. Aufpassen."
Also ich bin jetzt wieder in Libreville und muss mich wieder an Grosstadtpreise gewöhnen. Morgen gehts wieder aufs Land...

Weissnasen-Affe in den Baumkronen in Mikongo

Bei Colonel Richter in Léconi
Ich bleibe daher auf meinem Sitzplatz im Wagon, und hier gilt es eine Anekdote zu erzählen, die vielleicht hiesige Art des Humors annähernd erklärt:
auf meinem reservierten Sitzplatz sitze ich einem jungen Mädchen gegenüber, hinter ihr ein etwas älterer Gabuner mit Freund. Nach einiger Zeit beginnt er mit der jungen Frau zu flirten und macht mir gleichzeitig versteckte Zeichen, ob ich nicht weiter machen wolle. Ich verneine mit einer Geste. Einen Augenblick später kommt ein Beamter der Eisenbahnpolizei vorbei, er hält ihn auf und fragt ihn mehr scherzhaft, ob er nicht eine sich anbahnende tätliche Auseinandersetzung schlichten wolle, worauf der Polizist - wohl etwas überfordert -antwortet, Gabun sei ein freies Land mit freien Menschen und freien Reisenden und zieht von dannen. Mehr war nicht zu sagen, der Mann und sein Freund fangen an schallend zu lachen und rufen ins Abteil, die Polizei habe ihren Dienst quittiert. Irgendwann später gehen die beiden ins Zugrestaurant, in der Zwischenzeit findet eine Platzrochade statt, sodass ich schlussendlich auf dem Platz des Mannes lande.
Als die beiden zurückkehren, sieht er mich auf seinem Platz: "Nicht nur dass Du mir meine Frau weggenommen hast, nein, jetzt auch noch meine Sitzplatz!" "Ja, mein Freund, so beginnt das immer mit mir, erst Deine Frau, dann Dein Platz, morgen das Auto und übermorgen Dein Haus..." Sein Freund grunzt vor Lachen, womit die Runde an mich geht, das erste Mal, dass ich das letztes Wort habe.
Hier afrikanischer Humor Teil 2:
Also auf diesem Foto unten wird weder vor einem bissigen, noch vor einem scharfen Hund oder ähnlichem gewarnt.

Also hier steht in Kreide auf die Hauseinfahrt geschrieben:
"Seeehr böser Hund. Aufpassen."
Also ich bin jetzt wieder in Libreville und muss mich wieder an Grosstadtpreise gewöhnen. Morgen gehts wieder aufs Land...

Weissnasen-Affe in den Baumkronen in Mikongo

Bei Colonel Richter in Léconi
Afrodisiakum - 4. Sep, 14:39
