Papa, Maman, "Les Petits" und religiöse Toleranz
Öfters wurde ich mit „Papa“ angesprochen. Nun, einige Zeit habe ich mir nichts näher dabei gedacht, bis es dann doch zu auffällig wurde und ich das Geheimnis dieser Anrede erfahren wollte. „Papa“ werden Erwachsene genannt, denen man Respekt zollt. Um dieses Geheimnis wissend, freute es mich umso mehr so genannt zu werden. Da kann man ja regelrecht süchtig werden. Papa, Papa, Papa…
Frauen werden aus selbigem Grund „Maman“ genannt, Jüngere „Petit“. Nun, „Petit“ möchte ich keiner sein, die jungen Burschen werden permament um alles geschickt. Getränke, Erledigungen und so allerlei andere kleine Gefälligkeiten. Öfters wurde mir, dem Papa, ein "Petit" beigestellt, um mir den Weg zu zeigen oder mich irgendwo hinzubegleiten. Also Laufburschen.
Ich bin kein Laufbursche, ich bin „Papa“ und darf sogar schicken. Uff…
Eine andere wirklich bemerkenswerte Beobachtung ist die praktizierte Toleranz gegenüber anderen Religionen. Das fiel mir seinerzeit schon in Ghana auf, hier umso frappanter. Moslems beten überall, im Zug, beim Greisler und an anderen öffentlichen Orten, ohne dass auch nur irgendeiner Anstoss nehmen würde. Umgekehrt stört es keinen Moslem, wenn während seines Gebetes das Leben der Christen seinen normalen Lauf geht. Jeder tut, was er zu tun hat, ohne dass es auch nur die geringsten Anzeichen von Spannungen geben würde. Ein bisserl lästig wurde es mir nur, als ich Bier beim Greisler kaufen wollte und nach einigen Momenten der Begriffstutzigkeit dann feststellen musste, dass es sich um einen muslimischen Greisler handelte und daher kein Bier zu kriegen war...und keine Tschick.

Moslems beim Gebet vor dem Greisler
Links daneben dröhnte die Musik aus einer Bar
Auf dem Bild rechts der christl. Nachtwächter. Sitzt einfach daneben und keiner pfeift sich was...

Fluss in Mikongo

Eine Maman und ihr Verkaufsstand

Papa und ein "Petit"
...der war allerdings noch zu klein, um geschickt zu werden.
Frauen werden aus selbigem Grund „Maman“ genannt, Jüngere „Petit“. Nun, „Petit“ möchte ich keiner sein, die jungen Burschen werden permament um alles geschickt. Getränke, Erledigungen und so allerlei andere kleine Gefälligkeiten. Öfters wurde mir, dem Papa, ein "Petit" beigestellt, um mir den Weg zu zeigen oder mich irgendwo hinzubegleiten. Also Laufburschen.
Ich bin kein Laufbursche, ich bin „Papa“ und darf sogar schicken. Uff…
Eine andere wirklich bemerkenswerte Beobachtung ist die praktizierte Toleranz gegenüber anderen Religionen. Das fiel mir seinerzeit schon in Ghana auf, hier umso frappanter. Moslems beten überall, im Zug, beim Greisler und an anderen öffentlichen Orten, ohne dass auch nur irgendeiner Anstoss nehmen würde. Umgekehrt stört es keinen Moslem, wenn während seines Gebetes das Leben der Christen seinen normalen Lauf geht. Jeder tut, was er zu tun hat, ohne dass es auch nur die geringsten Anzeichen von Spannungen geben würde. Ein bisserl lästig wurde es mir nur, als ich Bier beim Greisler kaufen wollte und nach einigen Momenten der Begriffstutzigkeit dann feststellen musste, dass es sich um einen muslimischen Greisler handelte und daher kein Bier zu kriegen war...und keine Tschick.

Moslems beim Gebet vor dem Greisler
Links daneben dröhnte die Musik aus einer Bar
Auf dem Bild rechts der christl. Nachtwächter. Sitzt einfach daneben und keiner pfeift sich was...

Fluss in Mikongo

Eine Maman und ihr Verkaufsstand

Papa und ein "Petit"
...der war allerdings noch zu klein, um geschickt zu werden.
Afrodisiakum - 18. Sep, 08:31
