Ein Taxi nehmen oder The First Clash of Cultures
"Ick bin oin Libreviller" frei nach JFK. Nun, heute um ziemlich exakt 1.40 Uhr bin ich in Libreville Flughafen Leon M'Ba angekommen.
Das ganze nach doch immerhin mehr als 24 in einem Zustand irgendwo zwischen einer 48 Stunden Bundesheerübung in Allentsteig und einer schwer durchzechten Nacht. Im Flieger verabschiede ich noch Jean, den Kongolesen, der weiter nach Kinshasa fliegt. Zum Abschied drückt er mir eine Bibelinterpretation der Geschichte von David und Goliath in die Hand und wünscht mir Gottes segen. Da ist sie wieder: die Bibeltreue der Afrikaner!
Passkontrolle und die üblichen Formalitäten verlaufen normal. Vor dem Flughafen dann doch die lang ersehnte Zigarette. Den ersten Zug nehme ich unter heftigen Werbungsversuchen der etlichen Taxifahrer, die ich jedoch mit einer Geste abwimmle. Als ich die Zigarette ausdämpfe und zum nächstbesten Fahrer gehe, werde ich eines besseren belehrt: jener, der mich als erstes angesprochen hat, hat das Vorrecht auf die Fahrt und nicht jener, der als erster in der Reihe steht. Würde ich in Wien das vierte Taxi in der Reihe nehmen, ich würde vermutlich gelyncht werden. Ich beuge mich dem Willen und wir fahren in die Pension. Noch 2 Bier und gute Nacht...
Nach dem Aufstehen und Frühstück gehts rein in den Kleinstadt-Dschungel. Aufträge: Geld wechseln, SIM-Karte besorgen und in der Stadt orientieren. Dummerweise ist Samstag und ausnahmlos alle Banken haben geschlossen. Im Hotel Le Meridien kann ich dann doch zu einem vernünftigen Kurs wechseln. In der Lounge spricht mich ein Malier an, er ist auf Hadj nach Mekka und fliegt morgen ab, er hätte noch viel, viel zu viele FCFA, der Franc der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft. Nun, da der Deal nach meinem Wechselkurs läuft, machen wir das Geschäft. Zumindest bin ich jetzt zahlungsfähig.
Nun eigentlich hat er mich ja nicht aus heiterem Himmel angesprochen, sondern ich treffe den Burschen des Telekomunternehmens ZAIN wieder, wo ich meine SIM-Karte gekuft habe. Da mein Handy gesperrt war und die ZAIN-SIM-Karte nicht akzeptiert hat, musste ich es selbst entsperren. Ich habe dem jungen Burschen www.entsperren.at gezeigt und im Nu war das Mobiltelefon entsperrt und der junge Mann schwer beeindruckt. "Ooh, mais je peux faire du fric avec ca!" "Oui, mon Cher, dans ce cas la, tu me paie une provision maintenenant..." und wir lachen herzlich gemeinsam.
Mein Zimmer ist durchaus akzeptabel; dennoch bin ich froh, morgen aus der Stadt zu kommen. Ich werde morgen nach Lambarene fahren, dort, wo seinerzeit Albert Schweitzer ordiniert hat.
Hier noch einige Impressionen:

Der Wachhund der Pension
Ich gebe es zu? keine tolle Impression, jedoch schliesst jetzt das Internet-Cafe und eine Mama sitzt mir schon im Nacken.
Bis bald, slt, euer Afrodisiakum
Das ganze nach doch immerhin mehr als 24 in einem Zustand irgendwo zwischen einer 48 Stunden Bundesheerübung in Allentsteig und einer schwer durchzechten Nacht. Im Flieger verabschiede ich noch Jean, den Kongolesen, der weiter nach Kinshasa fliegt. Zum Abschied drückt er mir eine Bibelinterpretation der Geschichte von David und Goliath in die Hand und wünscht mir Gottes segen. Da ist sie wieder: die Bibeltreue der Afrikaner!
Passkontrolle und die üblichen Formalitäten verlaufen normal. Vor dem Flughafen dann doch die lang ersehnte Zigarette. Den ersten Zug nehme ich unter heftigen Werbungsversuchen der etlichen Taxifahrer, die ich jedoch mit einer Geste abwimmle. Als ich die Zigarette ausdämpfe und zum nächstbesten Fahrer gehe, werde ich eines besseren belehrt: jener, der mich als erstes angesprochen hat, hat das Vorrecht auf die Fahrt und nicht jener, der als erster in der Reihe steht. Würde ich in Wien das vierte Taxi in der Reihe nehmen, ich würde vermutlich gelyncht werden. Ich beuge mich dem Willen und wir fahren in die Pension. Noch 2 Bier und gute Nacht...
Nach dem Aufstehen und Frühstück gehts rein in den Kleinstadt-Dschungel. Aufträge: Geld wechseln, SIM-Karte besorgen und in der Stadt orientieren. Dummerweise ist Samstag und ausnahmlos alle Banken haben geschlossen. Im Hotel Le Meridien kann ich dann doch zu einem vernünftigen Kurs wechseln. In der Lounge spricht mich ein Malier an, er ist auf Hadj nach Mekka und fliegt morgen ab, er hätte noch viel, viel zu viele FCFA, der Franc der zentralafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft. Nun, da der Deal nach meinem Wechselkurs läuft, machen wir das Geschäft. Zumindest bin ich jetzt zahlungsfähig.
Nun eigentlich hat er mich ja nicht aus heiterem Himmel angesprochen, sondern ich treffe den Burschen des Telekomunternehmens ZAIN wieder, wo ich meine SIM-Karte gekuft habe. Da mein Handy gesperrt war und die ZAIN-SIM-Karte nicht akzeptiert hat, musste ich es selbst entsperren. Ich habe dem jungen Burschen www.entsperren.at gezeigt und im Nu war das Mobiltelefon entsperrt und der junge Mann schwer beeindruckt. "Ooh, mais je peux faire du fric avec ca!" "Oui, mon Cher, dans ce cas la, tu me paie une provision maintenenant..." und wir lachen herzlich gemeinsam.
Mein Zimmer ist durchaus akzeptabel; dennoch bin ich froh, morgen aus der Stadt zu kommen. Ich werde morgen nach Lambarene fahren, dort, wo seinerzeit Albert Schweitzer ordiniert hat.
Hier noch einige Impressionen:

Der Wachhund der Pension
Ich gebe es zu? keine tolle Impression, jedoch schliesst jetzt das Internet-Cafe und eine Mama sitzt mir schon im Nacken.
Bis bald, slt, euer Afrodisiakum
Afrodisiakum - 21. Aug, 17:55
