Samstag, 28. August 2010

Grüne Mambas und ecklige Dschungel-Zecken

Also die Sache ist so: nach Lambaréné bin ich nach Libreville zurück.
Ehrlicherweise muss man sagen, das diese Stadt eine Portemonnaie-saugende, Budgetvernichtende... übrigens wie viele *Grosstädte dieser Welt. übrigens, mir gehts gut und ich bin wieder da. Ok, nichts wie raus hier.
Und zwar mit dem Transgabonais - also dem Zug - nach Lopé in den Nationalpark. Zugfahren ist nicht ganz so einfach, man muss im Voraus buchen, eine Entscheidung treffen zwischen 1. 2. oder VIP-Klasse treffen. Also Dienstags morgen ab in den Zug. Eine wahrlich sensationelle Fahrt, nicht nur landschaftlich, sondern auch die Passagiere betreffend. Im Zugrestaurant trinke ich ** Bier mit ein paar Gabunern, die nach Koulamoutou arbeiten fahren und sich noch schnell einen hinter die Binde giessen. In Lopé steige ich mit ein paar anderen Weissen aus, 2 Pärchen. Wir schleppen uns gemeinsam Richtung Dorfzentrum, wo wir uns wie geplant in ein "Chambres de passage" einnisten, will heissen (auf der Tastatur gibt es kein scharfes "s") eine Holzbarracke. Kosten? €7,-
Sodann beginnen die schzeren Verhandlungen und das Gefeilsche mit den Parkrangern, den "Guides". Nun, es gäbe mehrere Möglichkeiten und Touren, erstaunlicherweise entsdcheide ich schneller als die sich beratenden Pärchen. Das Biwak im Regenwald zieht mich magisch an.
Am Abend gehe ich noch lokal Essen, ein paar Bier zwitschern und ein paar Einheimische kennenlernen. Nächsten Morgen um 8h00 gehts los, nach Mikongo. Janvier und Jérémy sind unsere Guides. Nqch einer &-stündigen Autofahrt gehts schnurstracks ca. 2 Km in den Regenwald, an einem Fluss schlagen wir unser Camp auf. Die Burschen haben alles mit und bereiten uns ein luxuriöse Abendessen. Davor waren selbstredend Gorillas auf der Spur; laut Janvier gibt es in der Lopé an die 2.000 Gorillas. Ohne in gesehen zu haben, waren wir bis auf 10 Meter an einem Silberücken dran - die weitere Verfolgung wurde durch eine Herde Waldelefanten verhindert. Janvier bläst den Weitermarsch ab,
er erkennt, dass wir nicht nur einen Waldelefanten vor uns haben, sondern 8 bis 10. Zu gefährlich, wir kehren ins Camp zurück und verbringen die Nacht in einer phantastischen Geräuschkulisse.
Was ich bisher nicht erwähnt habe:ich verbringe das Biwak mit 2 Israelis. Also das muss man sich ja auf der Zunge zergehen lassen: ein österreicher mit zwei Israelis in Gabun auf Gorilla-Tracking...
Der ganze nâchste Tag dient der Völkerverständigung mit Janvier unter reichlicher Zuführung von Gerstensaft. Nun sind wir Freunde.
Am nächsten Tag gehts wieder mit dem Transgabonais weiter nach Franceville. Im Zug treffe ich wieder Sandra, die Zugbegleiterin. Mit ihr steige ich schon vor Franceville in Moanda aus, sie zeigt mir ein anständiges €7,- Hotel. Abends verbringen wir in Franceville, hehe.
Morgen gibts dann Verschiedenstes zutun, die >Ausflüge ins Umland organisieren und ähnliches mehr, vor allem aber schnelleres Internetz finden, ich kann hier leider keine Fotos hochladen. Das tut mir auch ewig leid, denn ich hätte ein Foto, auf dem eine grüne Mamba eine Eidechse erwischt, ist mir am Weg zum Bahnhof in Lopé über den Weg gelaufen, ca. 2 Meter entfernt. Der Dschungel-Zeck ist ein Mitbringsel aus Lopé, hat es sich in meiner Leistengegend über die Nacht gemütlich gemacht und sich einige Seidln meines Blutes genehmigt. Habe ihn heute rausgedreht - stimmt das mit "gegen den Uhrzeiger sinn überhaupt? - auf alle Fälle ist er draussen, der Blutsauger.

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